Die Geschichte von Rehlingen

 

Die Endung „-ingen" im Ortsnamen weist auf eine fränkische Gründung des Ortes hin. Dieses wird bestätigt durch ein fränkisches Gräberfeld anstelle des heutigen Friedhofes um der Kapelle und einer vermuteten fränkischen Hofstelle im Bereich des heutigen Dorfes.
Der Ort Rehlingen wird erst im 12. Jahrhundert als „Reildinga" in einer Liste der damals nach Mettlach wallfahrenden Kirchenorte erstmals urkundlich erwähnt und erscheint auch in der Taxa generalis im Jahre 1330. Rehlingen hat eine sehr verworrene und von zahlreichen kriegerischen Auseinandersetzungen gezeichnete Geschichte. Im 16. und 17. Jahrhundert war Rehlingen in drei Teile aufgeteilt. Die Teile gehörten zu Luxemburg, zu Kurtrier und zu Lothringen. Der lothringische Teil kam dann im Jahre 1766 zusammen mit dem damals lothringischen Ort Nittel zum Königreich Frankreich und im Jahre 1769 zum Herzogtum Luxemburg und damit zur Österreichischen Niederlande.

Römischer Ziegelbrennofen bei Rehlingen entdeckt

Bei Baggerarbeiten im Zuge der Anlage eines Hochwasserrückhaltebeckens für die Mosel wurden in der Nähe von Rehlingen Reste eines römerzeitlichen Ziegelbrennofens angeschnitten. Nach der Benachrichtigung durch den Architekten im Auftrag der Baufirma im Februar begann das Rheinische Landesmuseum Trier mit der Untersuchung des Befundes.

Wie bei vergleichbaren Anlagen sind in erster Linie die Teile erhalten, die in den Boden eingetieft worden waren. Dabei handelt es sich um den Bedienungsraum und die Feuerkammer, die aus einem Mittelkanal und seitlich abzweigenden Zügen besteht. Die Züge werden begrenzt durch Ziegelmauern, die ehemals einen durchbrochenen Boden trugen, über dem sich die ebenerdig gelegene Brennkammer befand. Nach außen ist der Ofen von Steinmauern umgeben, die im Bereich der Feuerkammer eine Mächtigkeit von bis zu 1,80 m erreichen. Diese waren somit geeignet, einen kuppel- oder tonnenförmigen Oberbau zu tragen.

Der Ziegelbrennofen von Rehlingen zeichnet sich nicht nur durch einen teilweise sehr guten Erhaltungszustand aus, der interessante Aufschlüsse über die Bauweise solcher Anlagen liefert, er gehört mit einem Außenmaß von 13 x 8 m auch zu den größten Vertretern seiner Art. Daher ist zu vermuten, dass die Ziegelproduktion nicht nur für die Verwendung vor Ort erfolgte, sondern auch der Deckung des erheblichen Baumaterialbedarfs in Trier diente. Durch die Lage des Ofens unmittelbar an der Mosel konnte die Ware problemlos per Schiff moselabwärts in die Stadt transportiert werden. Ein bereits vor längerer Zeit bekannt gewordener Ziegelbrennofen im nur wenige Kilometer entfernten Temmels, der heute nicht mehr erhalten ist, wies eine ähnlich verkehrsgeographisch günstige Lage auf. Es ist zu vermuten, dass in römischer Zeit eine ganze Reihe solcher Ziegeleien entlang der Mosel existierten.

Während der Freilegung des Ofens kam völlig überraschend nur wenige Meter entfernt ein weiterer interessanter Befund zutage. Es handelt sich dabei um ein karolingisches Grubenhaus mit einer Herdstelle. Die Datierung wird ermöglicht durch die zugehörigen Scherben. Frühmittelalterliche Häuser waren nicht aus Steinen, sondern in Pfostenbauweise errichtet. Sie geben sich heute nur noch durch Verfärbungen im Boden zu erkennen und werden daher meist unbeobachtet zerstört.Der Ziegelbrennofen von Rehlingen zeichnet sich nicht nur durch einen teilweise sehr guten Erhaltungszustand aus, der interessante Aufschlüsse über die Bauweise solcher Anlagen liefert, er gehört mit einem Außenmaß von 13 x 8 m auch zu den größten Vertretern seiner Art. Daher ist zu vermuten, dass die Ziegelproduktion nicht nur für die Verwendung vor Ort erfolgte, sondern auch der Deckung des erheblichen Baumaterialbedarfs in Trier diente. Durch die Lage des Ofens unmittelbar an der Mosel konnte die Ware problemlos per Schiff moselabwärts in die Stadt transportiert werden. Ein bereits vor längerer Zeit bekannt gewordener Ziegelbrennofen im nur wenige Kilometer entfernten Temmels, der heute nicht mehr erhalten ist, wies eine ähnlich verkehrsgeographisch günstige Lage auf. Es ist zu vermuten, dass in römischer Zeit eine ganze Reihe solcher Ziegeleien entlang der Mosel existierten.

Während der Freilegung des Ofens kam völlig überraschend nur wenige Meter entfernt ein weiterer interessanter Befund zutage. Es handelt sich dabei um ein karolingisches Grubenhaus mit einer Herdstelle. Die Datierung wird ermöglicht durch die zugehörigen Scherben. Frühmittelalterliche Häuser waren nicht aus Steinen, sondern in Pfostenbauweise errichtet. Sie geben sich heute nur noch durch Verfärbungen im Boden zu erkennen und werden daher meist unbeobachtet zerstört.
    

Der sichtbare Durchgang in der Mitte des Bildes ist der ehemalige Feuerschacht, der, wie noch zum Teil erkennbar, mit einer runden Abdeckung versehen war. Darüber befand sich das Gebäude, in dem die Ziegel lagerten, die gebrannt werden sollten.
 
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